24 April 2017

[Rezension] Kings & Fools - Verdammtes Königreich

Autoren: Natalie Matt & Silas Matthes
Titel/Originaltitel: Kings & Fools - Verdammtes Königreich
Seitenzahl: 224
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Oetinger 34
1. Band


Inhalt:

Leuchtend rote Farbe an der Hüttentür: das Symbol der verhüllten Männer! Um Mitternacht werden sie Lucas holen. Wer sie sind und wohin sie ihn bringen, weiß niemand. Nur, dass noch nie jemand zurückgekommen ist, um davon zu berichten.


Meinung:

Nachdem ich mal wieder den Klappentext nicht gelesen habe, wusste ich nicht, was mich erwartet. Ich war also sehr überrascht über die Ereignisse.
Da die verhüllten Männer Lucas sehr früh im Buch abholen, kann ich zum Geschichtsverlauf eigentlich nichts sagen.

So vielversprechend es auch losgeht, macht die Geschichte einen gewaltigen Stop und kommt nicht mehr voran. Eigentlich passiert gar nichts mehr so richtig. Bis natürlich zum Schluss als die Spannung hergezaubert wird.

Vorne und auch hinten im Buch gibt es eine Karte, die zeigt wo welche Arbeiter untergebracht sind und ich muss bei so etwas immer wieder draufschauen und finde einfach, dass es ein sehr schönes Detail ist.

Die Kapitel sind allesamt ziemlich gut, also immer gut als kleines Häppchen zwischendurch, aber die Geschichte konnte mich nicht fesseln, nicht einmal bei dem Teil, als es hätte spannend sein sollen. Das Ende wirkt viel zu weit hergeholt, ist einfach da. Man könnte sagen, es kommt aus heiterem Himmel.
Die ganze Geschichte erinnert mich an viele andere. Irgendwie erkenne ich ein Teil Magisterium, Mythos Academy aber auch die Bestimmung darin wieder. Aber dennoch ist es eine ganz eigene.

Darüber hinaus stimmt das Seiten-Figuren-Verhältnis nicht. Es ist eine so kurze Geschichte, aber es sind so viele, auch wichtige, Charaktere, die allesamt oberflächlich bleiben. Selbst Lucas, den der Leser permanent begleitet, bleibt für mich schwer einzuschätzen. Er ist der typische Held, rechtschaffend und sympathisch und dadurch auch langweilig. Jon und Melvin finde ich beide ziemlich aufdringllich. Noel feier ich persönlich. Er ist wie Sam neben Frodo.

Der Schreibstil ist ok, aber nicht fesselnd genug. Meine Gedanken drifteten immer wieder ab und ich war nie an dem Punkt, an dem ich unbedingt weiterlesen musste. Das ist total schade
Selbst ein Cliffhanger, der mich dazu zwingt direkt den näcchsten Teil hinterher zu schieben fehlt mir einfach.


Fazit:

Es ist ein nettes Büchlein, ein durchschnittlicher Auftakt einer Serie. Es ist vielleicht passend für Leute, die wenig lesen und so ziemlich schnell das Glücksgefühl haben, ein Buch gelesen zu haben.
Ich kann mir vorstellen, dass die Figuren einen noch näher kommen und man so auch emotional in die Geschichte verwickelt wird. Dadurch würden die meisten Kritikpunkte ausgemerzt.
Auf jeden Fall werde ich an der Reihe dran bleiben, denn auch wenn es keinen Drang gibt, weiterzulesen, so möchte ich doch wissen, wie es weiter geht.

3/5 Punkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen